ski entwicklung edelwiser

Mit der Leichtigkeit des Seins, oder warum sich der edelwiser so schneefreudig fährt!

Der wichtigste Punkt in der edelwiser Forschung ist die Betrachtung einer modernen, dynamischen Fahrweise, die im Kurvenverlauf dem Spiel mit Umgebungskräften den Vorzug vor Einsatz hoher Körperkraft gibt. Unsere Skientwicklung orientiert sich an den Bewegungsbedürfnissen von Skifahrern wie "Du und ich". So liegt es nahe, dass wir unsere Kunden als Lead User betrachten, die starken Anteil an Innovationsschritten haben.

Trotzdem spielt auch unsere Erfahrung aus dem Rennlauf bei der Entwicklung von Prototypen und dem Bau der Serienskis eine wichtige Rolle. Die Ansprüche, die wir an Verarbeitung und Materialien stellen, gewährleisten höchste Qualität. Eine grosse Herausforderung liegt in der Abstimmung der Ski-Elastizität. Einerseits legen wir Wert auf gute Grip-Eigenschaften bei allen Bedingungen, andereseits müssen die Vorteile eines geschmeidigen Skis erhalten bleiben. So lautet unser Credo:

as soft as possible - as hard as neccessary!

Bereits Anfang der 1990er Jahre waren wir Teil einer Avantgarde, die beeinflusst durch die Zwanglosigkeit der Snowboarder, einen Wandel Ski-stilistischer Ideale prägte. Die Beherrschung von Material und Technik trat hinter das neue Lebensgefühl von Leichtigkeit und individuellem Bewegungsspiel. Massgeblich trugen die Ansätze Reinhard Fischers dazu bei;  seine radikalen Erneuerungen am Materialsektor machten uns die Entfaltung völlig neuer Ausdrucksformen auf Skis erstmals möglich. Aus dieser frühen Zusammenarbeit mit Reinhard Fischer sind wesentliche Basics in das edelwiser Entwicklungskonzept miteingeflossen.

Reinhard Fischer: Carving-Ski-Pionier

Reinhard Flowers first: Wer Ideen spürt, muss nicht zwangsläufig auch ein großer Vermarkter seiner Gedanken sein. Reini Fischers Experimente mit möglichen Pflanzenhybriden in verschiedensten alpinen und maritimen Gegenden, denen er sich als faszinierter Gärtner nicht entziehen konnte, sprechen für sich. Und doch: Dabei ist es für ihn nicht geblieben.

Skis next: Er wandte seine Aufmerksamkeit einer anderen Sparte und Blume zu. Das Edelweiß, in der rauen Alpingegend viel resistenter als zarte Freesien, wurde zum Markenzeichen für Reinis ‚gentechnisches‘ Meisterwerk am Skisektor. Und: Bereits 1977 hat der österreichische Skipionier aus Niederösterreich die heute den Weltcup prägende ‚Beschleunigungstechnik‘ propagiert und
dem Österreichischen Skiverband, Skiexperten und Rennläufern empfohlen.

,Erhört‘ wurde er aber weder von der Industrie im Wunsch nach Technologie, die diese Technik unterstützen sollte, noch von Experten in der Umsetzung im Rennlauf. Als er mangels taillierter Skis 1982 ein Snowboard der Länge nach durchschnitt, war der definitiv erste Entwicklungsschritt in Richtung des modernen Carvingskis getan.

Der Evolutionsprozess gelangte erst nach jahrelangen akribischen ,Tüfteleien’ durch eine kleine deutsche Skimanufaktur zur Realisierung. Roland Voigt (VR Ski) stand zu dieser Idee und produzierte Reinis ersten ‚Snowrider‘. Dennoch: Reinis Meisterwerk wird bis heute nur im kleinen Kennerkreis als genial wertgeschätzt. Den Ruhm haben sich große Skifirmen angeeignet und sich mit diversen
Kopieversuchen der Carving-Idee Reini Fischers ihren Weg aus der Rezession erleichtert.

Ein verkannter Pionier: Sein Erfinderschicksal fand zwar in den Medien (wie: ‚Profil‘ oder ‚Die Zeit‘) einige Aufmerksamkeit, doch was er wirklich für die Skiwelt getan hat, das blieb bisher kaum erkannt. Allerdings: Wir sind erst am Anfang einer Entwicklung, großteils noch mit Geometrie und Länge von Skis beschäftigt. Doch die Forschung nach neuen Materialen für den Skibau hat durch Reini Fischer einen revolutionären Impuls erhalten. Kurz: Reinis Idee hat das Skifahren (und nicht nur für eine eingeschworene Carving-Community) wieder zu einem spannenden und freudigen Erlebnis gemacht.
Allein dafür schon: Merci. Thank you. Danke.

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Ski Entwicklungsansatz

edelwiser folgt in seiner Entwicklungsstrategie dem Ansatz von Franz Liebl nach dem der Konsum ein zwei-
ter Akt der Produktion
ist. Das bedeutet für uns, den Kunden in die Entwicklungs-
arbeit aktiv einzubeziehen (Open Innovation, Lead User Ansatz) und im Rahmen der Skientwicklung nicht auf den Sonderfall Renn-
sport fixiert zu sein sondern auf den "normalen" Gebrauch als Entwicklungs-
grundlage zu fokussieren.

Entwicklungspartner

Zentrum für Sportwissenschaft, Universität Wien

Institut für Enterpreneurship & Innovation, Wirtschaftsuniversität Wien

Österreichischer Forschungs Förderung Fonds